MEIN LEBENSWEG

Als ich 1982 in Linz geboren und meine Kindheit in einem 4000-Einwohner-Ort verbrachte, dachte ich nicht im entferntesten daran, später jemals in der schönen Stadt Graz zu landen und hier und heute als Psychologe, Heilmasseur und HRV-Professional (i.A.) tätig zu werden. Damalige Interessen wie Natur erkunden, Bieberratten beobachten und Fische fangen wurden in der Jugend von der unbändigen Neugierde für elektronische Geräte und speziell für Computer und Datenverarbeitung abgelöst. Eine elektrotechnische Ausbildung und Anstellung folgten, die ich mit Freude und Elan ausübte, um von einem kurzen und intensiven Jahr Zivildienst als Rettungssanitäter unterbrochen zu werden. Dieses Jahr zeigte mir fördernderweise Einblicke in das Leben, die ich so vorher nicht kannte, berührte und prägte mich sehr stark. Ich beschloss meinen Lebensweg zu erweitern und suchte Möglichkeiten meine bisherigen Fähigkeiten mit der Arbeit am Menschen zu verbinden. Das Studium der Psychologie war ideal um meine wissenschaftliche Neugierde aber auch die Freude am Umgang mit Menschen zu verbinden und umzusetzen. Letzteres konnte ich mit der Ausbildung zum Heilmasseur nochmals vertiefen, um so dem Menschen besser begegnen und im wahrsten Sinn des Wortes „berühren“ zu können. Die Analyse mittels Herzratenvariabilität und die Methode nach Liebscher und Bracht sind gemeinsam mit der Ausbildung zum klinischen Psychologen meine derzeitigen Fortbildungsmaßnahmen (Stand: 3.4.2020).

QUALIFIKATIONEN

2020 - Selbstständig in der interdisziplinären Praxis Villefortgasse
            Ausbildung zum klinischen Psychologen
            Dreijährige Tätigkeit als Psychologe und Heilmasseur in einer             neurologischen Ordination in Graz
2019 - Weiterbildung: Liebscher und Bracht, Schmerzbehandlungen
2018 - Weiterbildung: Herzratenvariabilitätsanalysen
2016 - Weiterbildung: Heilmasseur, Ausbildungszentrum Dr. Bergler
2012 - Medizinischer Masseur, Ausbildungszentrum Dr. Bergler
2011 - Studium der Psychologie, Karl-Franzens Universität                                       Unterschiedlichste psychologische Bereiche:

            Neurorehabilitation
            Substitutionsambulanz

            Psychiatrie

            Verkehrspsychologie
           Kinder- und Jugendpsychologiestelle
2004 - Zivildienst, Rotes Kreuz
1997 - Ausbildung Elektrotechnik, Linzer Technikum

FORTBILDUNG:
2019 - Stress- und Zeitmanagement
2019 - Improvisationstheater und Körpersprache
2017 - Konfliktfreie Kommunikation nach Rosenberg
2016 - Gruppendynamik

Meine

Philosophie

Ihre Zufriedenheit und ebenso Ihre Zielerreichung sind für mich das Wichtigste. Nur wenn Sie sich in sicheren Händen fühlen kann sich auf beiden Seiten eine gute Atmosphäre einstellen. Je zufriedener Sie sind, desto erfreulicher auch für mich. Ich habe es mir daher zur Aufgabe gemacht, Sie auf meiner Seite über alle wichtigen Fragen aufzuklären, Unsicherheiten zu mildern und Ihnen transparent und ausfühlich meine zukünftige Arbeitsweise vorzustellen.

Credo:
"Körper und Psyche als Ganzes behandeln und mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu mehr Lebensqualität verhelfen.

SIE FINDEN MICH...

...in der interdisziplinären Praxis Villefortgasse:

Unser Schwerpunkt ist Ihre Gesundheit. Wir sind TherapeutInnen und MedizinerInnen mit langjähriger Berufserfahrung in einer interdisziplinären Praxis für Körper, Geist und Seele.

Ihr Wohlbefinden liegt uns am Herzen.

Die Praxisräumlichkeiten

befinden sich zentrumsnah in Graz, in der Villefortgasse 13 im 2. Stock. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass der gesamte Johannen- Hof „denkmalgeschützt“ und deshalb die Praxis nicht barrierefrei ist (kein Lift).

Weitere Informationen:

WORIN BESTEHT DER UNTERSCHIED ZWISCHEN KLINISCHEN PSYCHOLOGINNEN, PSYCHOTHERAPEUTINNEN UND PSYCHIATERINNEN?

Klinische PsychologInnen haben ein mindestens fünfjähriges Studium der Psychologie (=Lehre des Erlebens und Verhaltens des Menschen) absolviert und sich in einer mehrjährigen Zusatzausbildung auf psychische Erkrankungen spezialisiert. Schwerpunkte betreffen die klinisch-psychologische Diagnostik und Erstellung von Gutachten (z.B. zur Schwere einer psychischen Erkrankung, zu Persönlichkeitsmerkmalen) sowie die Behandlung von psychischen Erkrankungen. Klinische PsychologInnen verwenden dabei Techniken aus unterschiedlichen psychologischen/ psychotherapeutischen Richtungen (z.B. Kombination aus Verhaltenstherapie, Biofeedback und vielen anderen Therapieformen).  

PsychotherapeutInnen haben eine mehrjährige theoretische und praktische Psychotherapieausbildung absolviert. Die Zulassung zur Ausbildung setzt kein akademisches Studium voraus und kann grundsätzlich von jeder eigenberechtigten Person (die das 24. Lebensjahr vollendet hat) angesucht werden. PsychotherapeutInnen entscheiden sich meist für eine bestimmte gesetzlich anerkannte Schule und orientieren sich auch danach (z.B. eine Psychoanalytikerin verwendet hauptsächlich Techniken der psychoanalytischen Therapieschule).

PsychiaterInnen haben Humanmedizin studiert und danach die Facharztausbildung für Psychiatrie absolviert. Im Gegensatz zu Klinischen PsychologInnen und PsychotherapeutInnen dürfen PsychiaterInnen Medikamente verschreiben. Der Schwerpunkt in der Psychiatrie liegt daher in der medikamentösen Behandlung, wobei manche PsychiaterInnen auch eine psychotherapeutische Zusatzausbildung haben.

AN WEN SOLL ICH MICH MIT MEINEM KONKRETEN PROBLEM AM BESTEN WENDEN?

Diese Frage hängt nicht nur von Ihrer konkreten Fragestellung ab, sondern auch von Ihren persönlichen Präferenzen und Möglichkeiten. Manche wollen zum Beispiel ausschließlich mit Medikamenten behandelt werden (=PsychiaterIn), andere haben wiederum eine Präferenz für eine konkrete Psychotherapierichtung wie Hypnose (=PsychotherapeutIn) und wiederum andere schätzen eine ausführliche klinisch-psychologische Diagnostik mit einer darauf aufbauenden zielorientierten und schulenübergreifenden Behandlung (=Klinische Psychologin/ Klinischer Psychologe). Sollten Sie dahingehend Fragen haben, können Sie sich gerne an mich wenden (per Mail/telefonisch oder ausführlich in einem kostenfreien Erstgespräch). 

WIE WIRKSAM SIND PSYCHOLOGISCHE/ PSYCHOTHERAPEUTISCHE MASSNAHMEN?

Interventionen in der Psychologie werden grundsätzlich auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen gesetzt und als Psychologe bin ich mir auch über die Möglichkeiten und Grenzen psychologischer Ansätze bewusst. Dazu gehört auch sich laufend mit der wissenschaftlichen Literatur auseinander zu setzen, um der betreffenden Person die bestmögliche Behandlung bieten zu können. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass psychologische und psychotherapeutische Behandlung sehr wirksam ist und für einen Großteil der behandelten Personen zu einer Verbesserung des Zustandes führt. In Zahlen bedeutet dies, dass es einer durchschnittlichen Person, die psychologische/ psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nimmt, besser geht als ca. 80% der PatientInnen, die keinerlei Therapie bekommen (1).

(1) Wampold, B. E., & Imel, Z. E. (2015). The great psychotherapy debate: The evidence for what makes psychotherapy work. Routledge.

WIE WIRKEN PSYCHOLOGISCHE/ PSYCHOTHERAPEUTISCHE MASSNAHMEN?

Zu den Wirkfaktoren zählen sowohl allgemeine also auch spezifische Faktoren:
Allgemeine Faktoren sind zum Beispiel, dass eine gute therapeutische Arbeitsbeziehung vorliegt, dass sich KlientInnen ausreichend verstanden fühlen und dass realistische Erwartungen an Erfolge vorliegen.
Spezifische Faktoren beziehen sich auf die konkret gesetzten therapeutischen Maßnahmen wie das Erlernen von Entspannungstechniken oder bestimmten Strategien zum Umgang mit Angst oder Stress.
Aus Studien ist bekannt, dass ein großer Teil der Wirksamkeit durch allgemeine Faktoren erklärt werden kann. Es ist als nicht nur relevant was genau gemacht wird, sondern vor allem auch unter welchen Rahmenbedingungen etwas gemacht wird. Sollten Sie Zweifel daran haben, ob eine konstruktive therapeutische Arbeitsbeziehung vorliegt oder falls Sie das Gefühl haben, dass Ihre therapeutischen Ziele nicht mit denen Ihrer/ Ihres Psychologin/ Psychologen übereinstimmen, dann sprechen Sie das auch bitte direkt an. Dies kann entscheidend sein für den Behandlungserfolg.

WOHER WEISS ICH, OB ICH ODER EINE NAHESTEHENDE PERSON PROFESSIONELLE HILFE BENÖTIGT?

Die drei wichtigsten Gründe sind:
1) Die psychische Problematik schränkt Sie in Ihrem alltäglichen Leben, Ihrer Arbeit oder in der Schule bzw. im Studium ein.
2) Die psychische Problematik führt zu emotionaler Belastung bei Ihnen persönlich oder bei Ihnen nahestehender Personen.
3) Um präventive Maßnahmen zu setzen, damit zukünftige psychische und körperliche Probleme verhindert werden können.
Gerne berate ich Sie dazu etwas ausführlicher.

MYTHOS Nr. 1: NUR VERRÜCKTE UND SCHWACHE GEHEN ZUR PSYCHOLOGIN/ZUM PSYCHOLOGEN!

FALSCH!
Abgesehen davon, dass das Wort "verrückt" in der Psychologie nicht vorkommt, ist überhaupt nichts Verwerfliches daran, professionelle Hilfe für seine psychischen Probleme oder auch für das Erreichen von persönlich gesetzten Zielen in Anspruch zu nehmen. Die Gründe, eine psychologische Praxis aufzusuchen, sind vielfältig und müssen nicht zwingend mit einer psychischen Erkrankung zusammen hängen. Dazu zählen zum Beispiel präventive Maßnahmen, um die langfristigen negativen Auswirkungen von Stress (z.B. Burnout) abzuwenden oder um bestimmte Krisen (z.B. nach Unfällen, bei schweren Erkrankungen oder persönlichen Verlusten) besser bewältigen zu können. Die professionelle Unterstützung beim Rauchstopp könnte man hier ebenfalls dazu zählen, um endlich nachhaltig von der Zigarette weg zu kommen. Aber auch, wenn man eine psychische Erkrankung vermutet, ist es nicht Schwäche, sondern es zeugt von besonderer Stärke und Mut, sich seinen Problemen zu stellen und an diesen arbeiten zu wollen.

MYTHOS Nr. 2: DIE PSYCHOLOGIN/DER PSYCHOLOGE WIRD VERSUCHEN, MICH AUSZUQUETSCHEN UND ALLES ANALYSIEREN, WAS ICH TUE UND SAGE!

TEILWEISE RICHTIG!
Leider gibt es kein Allheilmittel, mit denen alle psychischen Symptome einfach so zum Verschwinden gebracht werden können. Je nachdem welche Ursachen vorliegen, wird für jede Person ein individuelles Behandlungskonzept entwickelt. Daher ist es ganz entscheidend, dass PsychologInnen so viel über Sie in Erfahrung bringen wie möglich. Besteht zum Beispiel eine familiäre Vorbelastung? Sind Sie in schwierigen Familienverhältnissen aufgewachsen? Liegen relevante körperliche Erkrankungen vor? Wie gut fühlen Sie sich von Ihren nahestehenden Personen unterstützt? Die Antworten auf diese und weitere Fragen helfen dabei, ein möglichst umfassendes Bild Ihrer Person und der vorliegenden Problematik zu zeichnen. Dadurch können in weiterer Folge zielgerichtete und maßgeschneiderte Interventionen gesetzt werden. Es liegt aber vollkommen in Ihrer Hand, wie viel Sie von sich preisgeben wollen. Sie behalten also die komplette Kontrolle darüber und auch das was Sie PsychologInnen mitteilen, unterliegt der gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht. Das Ziel ist es also nicht Sie "auszuquetschen", sondern eine möglichst genaue Ursachenforschung zu betreiben.